Am Abend aber ward auf dem Schloſſe zu Smo⸗ lensk eine große Gaſterei angeſtellt, und zu der⸗ ſelben viele littauiſche Herren von denen, welche dem Glinski gefolgt waren und die moskowiti⸗ ſchen Hauptleute geladen. Als nun das Feſt be⸗ gann auszuarten in wilde Schwelgerei und Ge⸗ tuͤmmel, da trat Herr Richael, ehe es zu ſpät wuͤrde, zu dem Caren der ſchon halb berauſcht auf einem Seſſel ſaß, abwaͤrts von den Tafeln in einem Fenſter, und einen Becher hielt, aus welchem er trank. Hier pedete er denſelben an mit halblauter Stimme, und mahnte ihn be⸗ ſcheidentlich an das, was er ihm verheißen, und wie er hoffe, ſeine Hoheit werde ihm nun uͤber⸗ geben das Schloß und die Stadt Smolensk, welche er erobert, und ihm daſelbſt den Furſten⸗ hut aufſetzen.— Da entgegnete Waſil IJwano⸗
wiez lachend:„Ihr ſeyd zu ſchnell, Herr Vetter
Michael Lwowiez, noch haben wir nicht geſtanden auf der Burg der Jagiellonen zu Wilno, und der Sonne nachgeſchauet, wohin ſie gehet; ſo⸗ bald das geſchehen, und wir ihn nachgefolgt ſind ein paar hundert Meilen, koͤnnet Ihr wie⸗ der nachfragen, doch nicht eher.“—„Nicht cher?“ erwiederte Herr Glinski mit lauter Stim⸗


