und nagender Reue. Simeon, der Kniaz Bielski, den ſein ungluͤckliches Geſtirn wie mich zum Zeugen der Mordſcene zu Grodno gemacht hatte, war mein Gefaͤhrte; oft durchritten wir zuſammen al⸗ lein die Gegend um die Stadt Moskau, in duͤ⸗ ſterm Sinnen und traurigem Geſpraͤch. Dann theilten wir uns wieder unſere Hoffnungen mit, wie einer der Zuruͤckgekehrten, wie vielleicht Sta⸗ nislaw Gaſtold, der ſolches uns zugeſagt bei ſei⸗ nem Abgange, uns den König verſohnen werde, und wir jauchzten in dem Gedanken an die Ruͤck⸗ kehr ins Vaterland, die erſt lange, lange darauf erfolgen ſollte, da wir ſchon beinahe Greiſe wa⸗ ren und unſer Lebensmuth verloſchen. So ka⸗ men wir eines Tages nach Kraſnoi⸗Oſirog, dem Landhauſe welches der Großfuͤrſt dem Herr Nichael geſchenkt vor kurzer Zeit. Wir aber meinten er ſey nicht daſelbſt, denn es war tief im Winter, und ſelten war es ihm vergoͤnnt ſich aus der Stadt zu entfernen. Jedoch, als wir hineinrit⸗ ten durch die hoͤlzerne Saͤulenreihe des Eingan⸗ ges, trat uns der Herr von Schleinitz entgegen und begruͤßte uns:„Seyd willkommen in Kraſ⸗ noi⸗Oſtrog, edle Herren, und gehet hinein zum Fuͤrſten, denn er iſt drinn und hat ſeine boͤſe
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