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ſprengte dahin wie toll und von den Furien ge⸗ jagt, den Weg welchen mir mein boͤſes Geſchick vorgezeichnet.
Als ich nun dem Herrn Glinski hinterbracht, wie ſeine Werbung abermals vergeblich geweſen, da begann noch des naͤmlichen Tages eine graͤu⸗ liche Verheerung in der Umgegend, die Doͤrfer und Flecken zerfielen in Aſche, und das Volk wurde gemordet oder hinweg gefuͤhrt in die mos⸗ kowitiſche Sklaverei. Auch ward die Veſte Tag und Nacht hart bedroht und geaͤngſtet mit Stuͤr⸗ men und enger Einſchließung, doch wehrten ſich die Belagerten tapfer und geſchickt auf den Ba⸗ ſteien und in manchem muthigen Ausfall. Eines Tages aber geſchah es, daß ich in geringer Be⸗
gleitung ausritt auf Spaͤhung, da ſiel ein an⸗
ſehnlicher Haufe aus der Ausfallspforte und griff uns an. Meine Leute wurden nieder gehauen oder verſprengt nach langer Gegenwehr, und da ich ſahe, das Feld ſey nicht zu halten, wandte ich mein Pferd zur Flucht, das aber ſtuͤrzte uͤber den Stamm eines abgehauenen Baumes, und ich fiel betaͤubt und wehrlos zu Boden. Schon blinkten zehn gezuͤckte Saͤbel uͤber meinem Haupte, dem die Sturmhaube entfallen war im Sturzz


