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/ Da unterbrach ſie mich bitterm Laͤcheln:„ Iſt doch jeder Gedanke dieſes Mannes eine Suͤnde; durch neuen Verrath alſo denkt er den alten zu verguͤten?— Doch ich ſage Euch, an dieſer Klippe wird er ſcheitern, auf dieſer Stelle ſeines krummen Weges wird ihn ſein Verhaͤngniß erei⸗ len, und ihn faſſen mit eiſerner Fauſt.— Ihr aber, Herr Johannes, ſolltet Scheu getragen haben ſo ſchlimmer Sache das Wort zu reden in einem befreundeten Hauſe, zu einer Frau von untadelhafter Sitte, und im Angeſicht wuͤrdiger littauiſcher Maͤnner.“— und damit winkte ſie mir abzutreten. Als ich aber ſchon an der Thuͤr war, kam ſie mir nach und ſprach mit wehmuͤthi⸗ ger Stimme, und Thraͤnen ſtanden dabei in ihren Augen:„Wir ſehen uns wohl nimmer wieder in dieſer Welt, drum lebet wohl Vetter Johannes, und gedenket mein. Ich aber will beten, daß Euch der Herr Gott erleuchten möge, auf daß Ihr den Weg zuruͤck findet von Eurer dunkeln Bahn!“ Da faßte ich ihre Rechte und kuͤßte dieſelbe keines Wortes maͤchtig; der kleine Vetter aber trat herzu, und reichte mir die Hand mit abgewandtem Geſicht zum Lebewohl. Und drunten warf ich mich auf mein Pferd, und


