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gebornen und ſaͤchſiſchen Koͤnigen, und endlich Stanislaw Auguſts fluchbedeckte Regierung uͤber ihnen aufgehaͤuft haben. Nur Namen, die aus der uralten guten Zeit heruͤbertoͤnen, erin⸗ nern uns an das, was da war; dort, wo jetzt ein wuͤſter Flecken mit wenigen aͤrmlichen Huͤtten, den Namen einer ehemals volkreichen Stadt traͤgt, ſtoͤßt die Pflugſchaar in einem weiten Um⸗ kreiſe“) auf verſchuͤttete Truͤmmer geraͤumiger Behauſungen, in denen einſt das Gewerbe ſich munter bewegte.— Wo jetzt unkenntliche Spuren verfallenen Gemaͤuers den Huͤgel bekraͤnzen, prang⸗ ten damals ſtattliche Schloͤſſer, in deren Thore die Gaſtfreundſchaft den Beſucher einlud, und deren Gemaͤcher in orientaliſcher Pracht glaͤnzten, und im Schmuck vorraͤterlicher Trophaͤen; hluͤh⸗ ende Gaͤrten bedeckten die jetzt verſandeten Ufer der Weichſel, und in den ungeheuern Wuͤſteneien jenſeit des Bugſtroms, in welchem das erſterbende Geſchlecht des Urs in tiefer Waldnacht wohnt, laſſen heute nur verwilderte Gehege und verwach⸗ ſene Gaͤnge mit Muͤhe die Stellen errathen, wo
*) Bei Lomza, Kazimierz, Rawa u. a. m. in dem Umkreiſe einer halben Meite. Auch Lublin zählte vor Johann Kaſimir 30,000 Einwohner.


