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deren Fluch das Schickſal auf Euch ſelber gewälzt? Fürchtet Ihr nicht den Zorn deſſen, der bald Euer Richter ſein wird, daß Ihr in Eurer Ver⸗ worfenheit ſeine fürſtliche Ehre antaſtet?——
Noch iſt der Kurfürſt Richter im Lande, und ſonſt Niemand, verſetzte die Andere unerſchüttert; und ich verhoffe, er ſoll es noch lange ſein, und mich ſchützen vor Gewaltthat und der Arroganz eines tolldreiſten Knaben.—
Vizthum ſchüttelte den Kopf, als er ſprach: Hoffet das nicht, Frau Neidſchütz, allzugut hat ihn der vergiftete Pfeil getroffen, den Ihr auf einen Andern abgeſandt; zum Tode traf er ihn, wie Eure Tochter. Verſuchet nicht, mich zu täuſchen, Ihr redet zu Einem, der leider nur allzugut weiß, wie es gekommen. Noch lebt der Kurfürſt zwar, doch, was in ihm wüthet, ſpot⸗ tet der Heilkunſt, und in wenig Stunden viel⸗ leicht iſt der Sand ſeines Lebens verronnen, und er ſtehet anklagend, Ihr wiſſet wohl Wen? vor dem Richterſtuhle Gottes, deſſen rächende Hand, wie ich mit Schaudern ſehe, Euch eben ergriffen.—
Und wirklich ſtand ſie vor ihm todtenbleich, mit ſtarren Augen und krampfhaft zuckenden Glie⸗ dern; denn laut war es jetzt an ihrem Ohre


