Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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gehorſamen, niemals aber dem Prinzen, noch deſſen Diener. Es thut mir leid, antwor⸗ tete Jener, wie zuvor, kalt und gemeſſen; aber es wird Madame unmöglich fallen, ſolch Vorha⸗ ben zu executiren, dieweil die ſtrengſte Ordre ergangen, daß man Derſelben die Entrée verwei⸗ gere. Dero thun alſo wohl, ſich nicht zu com⸗ 1 promittiren. 1 Wahrhaftig? rief die Matrone, das ganze ätzende Gift, mit dem ihr Inneres erfüllt war, in Blick und Wort ausſtrömen laſſend. So will man mich wohl entfernt halten, daß ich die Spu⸗ ren des Verbrechens nicht gewahre, welches eine frevelnde Kainshand an dem Herrn verübt hat, und an der Gräfinn zu Rochlitz? Verwundert und beinah mit Entſetzen richtete der Kammerherr einen langen Blick auf die Er⸗ grimmte, und ſprach dann: Wahrlich, was ich hier ſehe und höre, übertrifft meine Erwartung. Drückt die Zentnerlaſt des Verbrechens nicht ge⸗ nugſam Euer Haupt, Frau von Neidſchütz, und das Elend, das Ihr über Euch ſelbſt gebracht und über Andere, deren Leben Euch werth ſein muſſte, wie das Eure? Wollet Ihr freche Be⸗ ſchuldigungen noch zu entſetzlicher Miſſethat fügen, Die ren v. Neidſchütz. II. Bd. 21