Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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eher möchte ich mich tröſten, paſſirte der Alten daſſelbe. Was Ihro Excellenz von Neidſchütz anbelangt, meinte Bartholomäus, ſo ſtimme ich ganz über⸗ ein mit meinem gnädigen Herrn und Patron; doch hör' ich Hochdenenſelben nicht gern von der Gräfinn ſo ſprechen. Sie war doch auch ein Got⸗ tesgeſchöpf, und wohl ſo ſchlimm nicht, als man gedacht und geſprochen, und es iſt immer ein kläglich Schauſpiel, ein ſolches aus der Welt ſchei⸗ den zu ſehen, zumal auf dieſe Weiſe. Welche Weiſe? fragte der Kammerherr; iſt doch nichts Befremdliches darin, und tiglich ſiehet man dergleichen. Das verhüte der allmächtige Gott! rief Go⸗ bau in plötzlicher Erregung; dann ſetzte er, ſich faſſend, hinzu: Auf die Weiſe, meine ich, welche uns mit einem andern, weit größern Verluſte bedroht. Vitzthum nahm einen geſetzten Anſtand und Ton an, als er entgegnete: Der Kaſtellan ſpricht von der Maladie des Kurfürſten, womit ihn un⸗ fehlbar die Verſtorbene inficiret. Gewißlich iſt es ein traurig Spektakel, einen ſo großen Herrn in ſo jungen Jahren hinweggeriſſen zu ſehen aus