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gegen, und wuſſte, werde man ſich ihrer erfreuen können, oder müſſe man ſie fürchten, ein Jeder nach ſeiner Meinung und der Partei, zu wel⸗ cher er ſich zählte. Es ſchien jedoch, dieſe Un⸗ gewißheit ſei beſeitigt, als man die Frau von Neidſchütz in Haus- und Staatsgeſchäften ſchal⸗ ten und walten ſah, nicht nur wie früher, ſon⸗ dern dreiſter noch und unumſchränkter; als Ver⸗ ordnungen, mit dem kurfürſtlichen Inſiegel ver⸗ ſehen, aus ihrem Kabinet hervorgingen; als man erfuhr, der Kurfürſt, für einige Zeit wenigſtens, der Welt und den Regierung⸗ geſchäften entſagend, laſſe Niemand vor ſich, und habe ſämmtliche Anbringen jener Frau überwie⸗ ſen, welche ſich völlig als Regentinn betrachte.
Am drückendſten ließ ſie das Gewicht ihrer Macht auf die fürſtlichen Damen fallen, und die Zuverſicht, mit welcher ſie dies that, deutete auf die Zuſtimmung des Landesherrn, ihm wahrſchein⸗ lich bei jener Unterredung abgelockt, während welcher es ihr gelungen war, den Groll deſſelben gegen Mutter und Gemahlinn zu ſchärfen, in⸗ dem ſie den Verdacht deſſen, was doch die Folge ihrer eigenen Bosheit war, nicht ohne einige Wahr⸗ ſcheinlichkeit Denen aufbürdete, welche die Fein⸗


