Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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ſchlug die Augen auf, und als ſie den Kurfürſten erblickte, verzog ſie die bleifarbenen Lippen, ach, zu einem Lächeln nicht; denn dies ward nur zu ſchmerz⸗ licher Verzerrung.

Johann Georgs verdunkelten Blicke wandten ſich ab von dem Schauſpiel, das ſein Herz zerriß; ſie irrten unſtät im Zimmer umher, und als er die ſchon vergeſſenen Anweſenden gewahrte, be⸗ fahl er ihnen, ſich zu entfernen. Fort! ſchrie er, als ſie zauderten, fort von hier! Meine Freude hat man mir nicht gegönnt, meinen Schmerz ſoll man mir nicht ſtören! Hinweg mit Euch, bei meiner höchſten Ungnade gebiete ich es; ge⸗ horchet, denn ich bin euer Herr!

Als Jene dies Gebot befolgt hatten, ſprach er mit gebrochener Stimme zur Kranken: So, Katharina, ſo muß ich Dich finden, und da, da ich Dir die Botſchaft bringe, nichts ſtehe un⸗ ſerm Glücke entgegen?——

Hab' ich, antwortete ſie mühſam, aber in ſanften Tönen, oft von der Gewalt der Schmer⸗ zen unterbrochen, hab' ich es nicht geſagt, mein fürſtlicher Herr und Freund, die Gefahr ſei nicht vorüber? Wollte Gott, dies ſei der Fall nur mit mir. Ich wuſſte es wohl, daß das Glück mir

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