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tigkeit weltbekannte prudenee ſolchen für nothwen⸗ dig erachtet? Meine Erwartungen in dieſer Zeit⸗ lichkeit ſind in die Gruft verſenkt mit dem Herrn von Neidſchütz wohlſelig, und allzuſehr hat ſchon Höchſtdero Gnade ſeine hinterlaſſene betrübte Witt⸗ we mit Gaben überhäufet; auch würde ich sans doute Häuſer bauen auf meines gnädigſten Herrn Wort und fürſtliche kermeté. Aber, fügte ſie mit einem Seufzer hinzu, leider gebricht es der Jugend an der Reſignation, welche das Alter durch Erfahrung gewinnt, das sentiment gilt ihr für raison, und ſie ſiehet oftmals in dem Auf⸗ ſchub ein Zunichtwerden der Hoffnung, die man gegeben, und an welcher das Gemüth nun mit aller korce hänget, zumal wenn ſolches zu trüb⸗ ſinnigen Chimären geneigt iſt, und zu dem Zwei⸗ felmuth, als welcher das Leben verfinſtert und wohl gar peu à peu unterminiret.
Wenn Madame damit Ihre Tochter, die Gräfinn zu Rochlitz, meinet, ſo ſtehet es in mei⸗ ner Macht, Dero zu beruhigen, entgegnete der Fürſt; eben habe ich mit ihr geredet über ſotha⸗ nen Gegenſtand, und es bedarf zwiſchen uns kei⸗ ner Explicationen. Sie vertrauet mir; nicht allein dem Alter iſt die Ergebung in das Noth⸗


