Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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nahe nur in Bezug auf die dadurch nöthig wer⸗ denden Einrichtungen im Schloſſe, in welchem ſie ſich beſonders ſeit der Zurückziehung der Kur⸗ fürſtinnen in ihre Gemächer auf gewiſſe Weiſe das Amt einer Camareira major angemafßt hatte— genug, ihre Unterhaltung war nicht ſo unange⸗ nehmer Art, als Johann Georg befürchtet, ei⸗ nige Langeweile ungerechnet, welche er, in an⸗ ziehendem Geſpräch unterbrochen, bei derſelben empfand. Doch auch dieſe ſollte nicht lange dauern; denn nach dem Verlauf einer Viertel⸗ ſtunde erhob ſich die Dame und erſuchte in ge⸗ ziemenden Worten Seine Durchlauchtigkeit um die Gunſt einer kurzen Audienz unter vier Au⸗ gen. Mit mehr anſcheinender als wirklicher Bereit⸗ willigkeit gewährte Johann Georg dies Geſuch und ſchritt der ehrerbietig Zurückbleibenden voran in ein anſtoßendes Zimmer.

Dort angelangt, fragte Johann Georg zö⸗ gernd: Nun, Madame, worin kann ich Dero zu Dienſt ſtehen? Und ihm ward die Antwort: Gänzlich kein Begehr iſt es, welches mich be⸗ wogen, an Ihro Durchlauchtigkeit Gnade zu abüſiren, ſondern vielmehr der Wunſch, Höchſt⸗ deroſelben als ein geringes Merkmal pflichtſchul⸗