Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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dannen, ganz lebhaftig geſtikulirend. Er thäte beſſer, mir den anbefohlenen Rapport abzuſtatten, ſtatt ſolchem unnützen bavardage. Darauf wendete ſie ſich zu Katharinen, deren Wißbegier durch den Auftritt unter ihrem Fenſter nicht erregt worden war, und ſagte höhniſch; Dieſer Herr Chambellan, wie auch gleichermaßen Hof⸗ und Juſtizienrath, gehört zu denen, welche man fein kurz halten muß, ſollen ſie nicht träge wer⸗ den in ihrem devoir, und ihnen abſonderlich nicht allzureichlich, noch promt das Futter vorſtreuen, welches ihre Begehrlichkeit erheiſchet, wovon ich an beſagtem Monsieur jüngſt ein Exempel ſta⸗ tuiret, und geſonnen bin, es zu renoviren. Gleichermaßen habe ich verſucht, ſagte darauf die Frau von Neidſchütz, zum früheren Gegenſtande ihrer Rede zurückkehrend, liaisons an auswärti⸗ gen Höfen zu entriren, zumal am Wieneriſchen, und ſelbige zu mainteniren, dienet mir der eben davon gegangene Herr Paron de Seckendorf, welchen ich daher diſtinguire, ob er gleich ein we⸗ nig vorlaut iſt und imperiöſer Gemüthsart, alſo daß, wenn derſelbe mit der Zeit zu einem emi⸗ nenten Poſten gelangt, wohl eher geneigt ſein möchte, ordres zu ertheilen, als ſolche zu em⸗