Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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ſere Zeit die Messieurs alleweile die vergänglichen Devots an denen Pames höher eſtimiren, als billig, ſo mögen doch ſolche leichtlich durch Ga⸗ ben des Geiſtes compenſiret werden, als durch ein aufgewecktes Ingenium und lebhafte Converſation, welche beſagte Prinzeſſinn ſich alles Erachtens von denen Franzoſen angeeignet, die, wie man hört, den Hof ihres Herrn Vaters frequentiren. Gewißlich war die Antwort gewiß⸗ lich gebricht es der Prinzeſſinn Chriſtiane Eber⸗ hardine keinesweges an angeſtammten hochfürſt⸗ lichen Qualitäten; ſolche ſind jedoch, meines Wiſſens, noch nicht ſonderbarlich an das Licht des Tages getreten. Ihro Excellenz wolle gnä⸗ dig beſagte Relugies nicht mit denen andern Fran⸗ zoſen compariren, dieweil auch die Standesper⸗ ſonen unter denſelben ſeit geraumer Zeit in Ent⸗ fernung von Verſailles gelebt, und folglicher⸗ weiſe wenig oder nichts von denen daſelbſt herr⸗ ſchenden Manieren aquiriret haben. In supra neiget ſich, wie weltbekannt, die Genfer Lehre in Etwas dem Puritanismo zu und ſeiner ſtrengen Sitte, weßmaßen denn die Ankunft genannter Messieurs weder auf die Agrémens des Hofle⸗ bens merklichen Einfluß gehabt hat, noch auf