Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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um ein geheiligtes Band zu zerreißen, das ge⸗ ſchloſſen worden iſt vor Gottes Altar und im An⸗

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und Ihr ſelbſt könnet nicht in Abrede ſtehen, daß Ihr die erſten nicht ſonderlich employiret, dieſelben zu erregen. Unſere Verbindung war nicht beglückend, auch für Euch nicht, Madame, und ſo iſt es zweckdienlich, aufzulöſen, was nur zum Deplaisir gereichen mag, die Vereinigung nämlich zweier disharmonirender Charaktere.— Déplaisir!— disharmonirende Charaktere!— rief die Kurfürſtinn mit von Thränen und Zorn bebenderStimme.— Wahrlich, fürtreffliche Gründe,

geſicht des ganzen römiſchen Reichs.—

Der lutheriſche Glaube geſtattet ſolche Tren⸗ nungen,— verſetzte er mit Beſtimmtheit— ſchon oftmalen hat das römiſche Reich ſie geſehen, auch unter fürſtlichen Perſonen; ein Beiſpiel. bot Euer eigen Haus dar vor nicht geraumer Zeit, und in kurzem wird ſic das zweite ereig⸗ nen in ihm.—

Das wird es nicht,— war die immer hef⸗ tigere Antwort der Fürſtinn.— Man ſoll nicht ſagen, daß Eleonore Magdalene von Eiſenach ſchuldlos verſtoßen worden, daß die fürſtliche Hausfrau der Buhlerinn gewichen, die fromme