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der gebräuchliche Nachttrunk vornehmer und Frauen.
Anna Sophia bewegte ſich mit gemeſſenen Schritten gegen die Mitte des Zimmers, wo ſie gemachſam ſich in einem umfangreichen Lehnſtuhl niederließ, nachdem ſie durch eine Verneigung den regierenden Herrn eingeladen, ein Gleiches zu thun; ein kürzerer Wink beſchied den Prinzen, Platz auf einem Seſſel zu nehmen, dem jedoch die Armlehnen mangelten. Die erlauchten Per⸗ ſonen ſaßen ziemlich geraume Zeit einander ſchwei⸗ gend gegenüber, die beiden Jüngern mit dem un⸗ verkennbaren Wunſch, baldigſt das Ende deſſen zu ſehen, deſſen Anfang wenig Luſt verſprach. Die kurfürſtliche Wittwe beeilte ſich indeſſen nicht ſonderlich; ſie war augenſcheinlich bemüht, ihre Gedanken zu ordnen, damit ſie ihre Worte in einer Weiſe ſetze, wie ſie dem Haupte des Ge⸗ ſchlechtes gegenüber ſich geziemte, ohne jedoch der mütterlichen Mercuriale die nöthige Salbung und Kraft zu benehmen; mit langſamer Handbewe⸗ gung führte ſie einige Male gegen ihre Naſe eine goldene Balſambüchſe, damaliger Zeit noch die Nebenbuhlerinn ihrer jüngern Schweſter, der Ta⸗


