Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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Bemühungen um ihre Schweſter, jedennoch mit eben ſo geringem Erfolge; ſie war vielmehr noch ſtolzer und ſpröder, denn zuvor. So blieb ſie denn auch, und ward noch ärger, als, wie Hoch⸗ dieſelben ſich nicht minder erinnern, die Jüngere 3 eines plötzlichen Todes verſtarb. Es gebührt nun 3 einem geringen Diener großer Herren nicht, zu beurtheilen, welche Urſach der Unſere irgend der theuern Eſtevania zu wachſender Arroganz gege⸗ ben, genug die ihrige nahm täglich, ja ſtündlich zzu, alſo daß ſie ſich gerirte, gleich einer Sul⸗ taninn; wie ich denn auch zur Zeit kein Merkmal ſonderlicher Betrübniß über das Ableben der Schwe⸗ ſter an ihr wahrgenommen. Ihre faveur, wenn ſol⸗ che wirklich ſtatt gefunden, war indeß nicht von langer Dauer, und eines Tages gebot mir ſehr erzürnt der gnädigſte Herr, ich ſollte ihr andeu⸗ ten, daß ſie ſchnurſtraks die Wohnung verlaſſe, die ſie, nach der Verſtorbenen, aus durchlauch⸗ tigſter Gnade, inne gehabt. Wie ich denn auch, höherem Befehle nach, mich zu ihr verfügte, fand ich ſie gar unwirſch, ja ein wenig wüthend, und vernahm einige irreſpectueuſe Ausdrücke in ihrem wortreichen Munde. Als ich ihr mein Bedauern über ihre disgräce kund that, wollte ſie mich