Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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und ſprach mit unwilligem, beinah bitterm Lä⸗ cheln vor ſich hin: Nicht verſtehe? O wohl ver⸗ ſtehe ich, und nur allzugut.

Jener ſprengte auf eine Jagdchaiſe zu, welche mit ſechs muthigen Pferden in raſchem Trapp an⸗ gefahren kam, aber bei ſeiner Annäherung ſo⸗ gleich ſtill hielt. Die Wappenſchilde auf den Schlägen glichen denen, welchen die Lakaien der beiden Brüder am Arm auf ſilbernen Bukkeln trugen, und wie ſie, war in Blau und Gelb die Dienerſchaft gekleidet, welche beim Anblick des Iiteſten ehrfurchtsvoll die betreſſten Hüte von den Perücken zog. Auch er entblößte ſein Haupt, als er ſich dem Wagen näherte, und hielt den Hut in der Hand, ſo lange das kurze Geſpräch währte, welches ſich zwiſchen ihm und den darin Sitzenden, einer ältlichen Dame und einer Jüngern, entſpann. Nicht lange darauf aber ſetzte Johann Georg ſeinen Weg zum Luſt⸗ ſchloſſe fort, ſprang am Fuße der Freitreppe vom Pferde und ſtieg die Stufen hinan bis zur Thür, an welcher er verweilte, dem ſich langſam weiter⸗

bewegenden Wagen unverrückt nachſchauend.

Als dieſer an Auguſt vorüberkam, erhoben ſich die Danen von ihren Sitzen, der Begrüßte