Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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lieb' ich dies Haus als das Denkmal einer Zeit, wo ſo viel neuer Ruhm ſich zur uralten Ehre unſeres Geſchlechtes geſellte, und der Wunſch erwacht in mir, zu thun wie meine Vorvor⸗ dern. Nun, mag ich auch keine Palläſte erbauen, als Denkmäler deſſen, was ich vielleicht noch thun werde, ſo hoffe ich doch, mein Bild wird eines Tages eine nicht ganz unwürdige Zierde ſein in den Euren. Der Riltere erwiederte: Daran ſteht nicht

zu zweifeln, denn Euch iſt der frohe Sinn ge⸗

worden und die Kraft, und mit ihnen des Lebens

Glanz und Freude.

Sie ſind Euch beſchieden, wie mir, verſi⸗ cherte Auguſt, und die Kraft iſt es nicht, die Euch abgeht, wohl aber, wie ich ungern wahr⸗ nehme, der heitere Sinn, der ſie auft hält und werkthätig macht. Ich finde Euch wieder, Herr, wie ich Euch verließ, nd wenn Ihr dem Beuder verſtattet es u ſage

Tiefſinn, den man an Euch merkt, gemahnt

mich an eine Art undankbarkeit gegen das Ge⸗

ſchick, welches Euch ſo viele köſtliche Gaben ver⸗

liehen. Es mag wohl wahr ſein, daß der Wech⸗

ſel den Genuß erhöht, oder ſogar ihn ausmacht,

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