— 10—
ohne Zeugen willkommen heißen mag in der Hei⸗ math.— Mit Zutraulichkeit, zu welcher ſich jedoch eine Art Ehrerbietung geſellte, erwiederte der Andere: Und auch mir iſt es erfreulich, daß ich mit Euch einmal unter vier Augen zuſammen bin; denn ob mir ſchon die Feſte und Gallas gar nicht zu⸗ wider ſind, ſo drängte es mich doch, auch meinen Herrn recht von Herzen zu begrüßen, ihm für alle Beweiſe der Gunſt zu danken, die er mir in der Ferne gegeben, und um die Fortdauer ſeiner Wohlgewogenheit zu bitten, auch in der Folge, da ich in ſeiner Nähe ſein werde.— Ihr wollet alſo bei uns bleiben, Herr Au⸗ guſt? fragte der Aeltere freundlich— das iſt ſchön, und ihr thut wohl daran. Nicht wahr— fuhr er fort, indem er um ſich ſchauete und ein Gefühl der Zufriedenheit ſein Antlitz erheiterte— nicht wahr, es iſt doch herrlich unſer Vater⸗ terland, und wo Ihr auch geweſen, müſſet Ihr bekennen, daß, wenn man, wie ihr, Florenz geſehen hat, Rom, Madrid, Wien und Paris, man EureGeburtsſtadt nimmer verachten möge.— Ihr habt gut ſprechen, Herr, antwortete Auguſt in halbſcherzender Weiſe, und Euch
*


