35
von ihr erwiedert. Der Graf richtete an ſie nach⸗ laͤſſige aber treffende, oft beißende Witzworte uͤber den Lauf der Dinge hier und dort, wo ſie herkam, in ihr die naͤmliche Welt und Men⸗
ſchenkenntniß vorausſetzend, die er vielleicht theuer genug erworben, ſeinen Landesgenoſſinnen aber insbeſondere leicht zu Theil wird, und erhielt meiſtens ein beifaͤlliges Laͤcheln zur Antwort auf Dinge, von denen dieſe Landesgenoſſin nicht allzuviel begriff. Der bejahrte Herr ſuchte ſich ihr angenehm zu machen mit Darſtellung ruͤhm⸗ licher Thaten und ſchoͤner Zuͤge aus der Ver⸗ gangenheit, in welcher Perſonen des erlauchten Geſchlechts, deſſen Namen ſie mißbrauchte, die vornehmſten Rollen ſpielten; er erhielt aber noch weniger Antwort von ihr, der hoͤchſt gleichguͤltig war, was Jene gethan oder nicht gethan, zumal von einem alten Manne erzaͤhlt. Mehr Bei⸗ fall ward dem Vierten zu Theil. Wiewohl Beate ſich ſelbſt geſtand, was er ſage, ſey ihr zu hoch und komme ihr beinahe wie Unſinn vor, ſo ließ ſie doch um des Mundes willen, der dieſen vermeinten Unſinn ſprach, Gnade vor Recht ergehen, und zwar der Rede nicht, aber doch dem Redner galten ihr ſußes Laͤcheln, ihre
3*


