Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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Doch iſt es noch nicht dahin, und ſo lange wer⸗ det Ihr Euch gedulden. Füuͤr jetzt fuhrt der Weg uns in die reizendſten Fluren der noͤrdlichen Erd⸗ halbkugel, dahin, wo die Kranken Labung ſuchen am Heilquell, die Muͤßigen und Vornehmen aber Zerſtreuung. Nur mit den Letztern haben wir Geſchaͤfte, ich und Ihr. Einer Dame, wie Ihr, geziemt es, einen Theil der ſchoͤnen Jah⸗ reszeit in den Bädern zuzubringen, Euch insbe⸗ ſondere aber, die Welt kennen zu lernen und Euch zu vervollkommnen in der glaͤnzenden Rolle, die Euch geworden. Dort moͤget Ihr immer⸗ hin Euern Reichthum zur Schau tragen und Eure Reize, die, wie ich ſehe, Ihr mitzunehmen nicht vergeſſen, nebenbei aber auch Acht haben auf den Dienſt des Gebieters. Nicht zu han⸗ deln liegt Euch ob, Nichts darf vorfallen von dem, was Ihr ſo gern verrichtet; es waͤre nicht wohlgethan, die Heilquellen in uͤbeln Ruf zu bringen, von denen wir nicht geringen Nutzen ziehn, am Farotiſche oder auf andere Weiſe. Nichts ſollt Ihr thun, als Euch putzen, ausfah⸗ ren in prachtvoller Equipage, Tafeln geben und Routs, ſprechen von Dieſem und Jenem, aber vornehmlich hoͤren und ſehen. Wenn das Jahr MI. 15