weit hinter ſeinem erhabenen Vorbilde zuruͤck⸗ blieb.“—
Das erhabene Vorbild laͤchelte bitterſuͤß und ſprach:„Ihr ſeyd zwar recht guͤtig, Herr Hof⸗ rath, aber doch mag, was Ihr ſagt, mich nicht gänzlich zufriedenſtellen. Einem Manne von Eurer Erfahrung iſt es nicht fremd, die Rache ſey das erſte Beduͤrfniß hoher Gemuͤther. Wer nun gewohnt iſt, alle ſeine Beduͤrfniſſe in groß⸗ artigem Maaßſtabe zu befriedigen, mag bei dem vornehmſten ſich mit Kleinlichem ſchwerlich be⸗ gnuͤgen. Ich bin nicht zufriedengeſtellt,“ wie⸗ derholte ſie beinahe im gebieteriſchen Tone ihres neuen Standes,„und was Euer Nothhelfer ſchlecht genug begann, will ich beſſer vollen⸗ den.“—
„Ihr habt zu befehlen, Erlaucht“— ver⸗ ſetzte Jener ganz ehrerbietig und ernſthaft.
„Ich will,“ fuhr ſie in der naͤmlichen Weiſe fort,„ich will einige Zeit in dieſer Stadt ver⸗ weilen. Schon fruͤher ſprach ich meinen Wunſch aus, welcher ja dem Fauſt gewaͤhrt worden iſt, der nichts war als ein Doctor der Philoſophie, ich will mich in allem meinen Glanz zeigen vor dieſen Kleinbuͤrgern, die fruͤher mich ver⸗


