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auf: ob dieſer Milde, dem Einen erwieſen, nicht
eine Haͤrte beiwohne gegen Andere, und zwar ſo, daß dem Schuldigſten die Milde zu Theil werde, dem minder Schuldigen aber die Haͤrte? Heißt es; erdreiſtet er ſich zu fragen;— nicht abweichen von der moraliſchen ſtufenweiſen Ordnung der Dinge, welche die Folge abmißt nach der Urſach, wenn Der, den ein augen⸗ blicklich Vergeſſen vielleicht ſogar die Verirtung irgend eines lobenswerthen Gefuͤhls hinteißt zw0 ungeſetzlicher That, die er ſchmerzlich bereut, ploͤtzlich, ohne der Tugend entſagt zu haben, ſich als Verbrecher erblickend, wenn ein Solcher,
fragt der Chroniſt, das Gleiche theilt mit dem
Andern, der langſam, mit kaltem Blute, durch eine Reihe von Jahren unangefochten von der Reue, die Menſchlichkeit verhoͤhnt, welche Jener nur in einem unſeligen Moment aus den Au⸗ gen verlor?— Sein uͤberhaupt etwas gruͤbeln⸗ der Sinn fuͤgt dieſer Frage noch eine zweite bei, die Frage naͤmlich, ob ſolch ebenmaͤßig Ver⸗ theilen der Strafe nicht die Unthat befoͤrdere, welche die Strafe erzeugt? Wird— faͤhrt er fort— der, welcher die Schranken des Sitten⸗ geſetzes einmal frech uͤberſprang und nun nur


