Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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war, und als ihr Wagen ſich dem Thore der ungenannten Stadt naͤherte, begegnete ihr der Volkshaufen, der ihrer Doppelgaͤngerin auf dem letzten Gange das Geleit gab.

Schon fruͤher iſt angedeutet worden, wie dieſe ihre Rolle trefflich durchfuhrte, vielleicht zu gut, denn ſie uͤbertraf ihr Urbild bei weitem an Gefaßtheit und Entſagung, an Sanftmuth ſo⸗ gar, obgleich dieſe Tugend ein Hauptſtudium des letzteren geweſen. Seitdem ſie es war, die in den Verhoͤren erſchien, verſchwanden nach und nach alle Hinderniſſe und Zweifel, welche Liebe zum Leben, oder vielmehr Scheu vor dem Tode und des Heuchelns Gewohnheit eine zagende Suͤnderin dem Unvermeidlichen entgegen zu ſtel⸗ len vermocht hatten; ihre Ausſagen blieben ſich getreu, ja man bemerkte ſogar an ihr, daß ſie mit einer gewiſſen Ungeduld darauf warte, daß die Sache abgethan ſey.

Die gutmuͤthigen Seelen in jener Stadt ſchrieben dieſe Stimmung tiefer Reue und einer lobenswerthen Sehnſucht zu, die ungeheure Schuld mit ihrem Blute abzuwaſchen, und mit dieſer Genugthuung und dieſer Reue vor den Thron des oberſten Richters zu treten; wir aber, welche