eine ſo weite Reiſe nicht geſcheut zu loͤblichem Zwecke, fragte Einer, ob ſie nicht gedenke, einen Beſuch auf dem Schloſſe zu machen?
Die Antwort fiel kurz aus und geheimniß⸗ voll, die Politiker jedoch unter Denen, die ſie hoͤrten, wollten aus derſelben den Schluß ziehen, die Anweſenheit einer ſehr hohen Perſon moͤge wohl ihrer Stadt das Gluͤck zuwege gebracht haben, die hohe Reiſende innerhalb ihres Um⸗ fanges zu ſehen. Einige glaubten nebenbei be⸗ merkt zu haben, wie, ohngeachtet der Herr Mohr ihnen dieſe Auskunft ohne große Zuruͤckhaltung ertheile, der Inhalt derſelben gar nicht nach ſei⸗ nem Gefallen ſey; er ſchien ſehr uͤbler Laune, ſein ſchwarzes Geſicht ward noch duͤſterer durch Falten des Mißmuths und Hohnes, in die es ſich verzog, und man hoͤrte ihn ſogar vernehm⸗ lich Etwas vor ſich hinmurmeln von laͤſtiger Dienſipflicht, von unbegreiflichen Launen der Herrſchaften und von der unangenehmen Noth⸗ wendigkeit, gegen beſſer Wiſſen ſich ihnen zu fuͤgen. In dem Lande der Unterwuͤrſigkeit wa⸗ ren ſolche Ausbruͤche der Unzufriedenheit dieſes Dieners nicht Neues; die Meiſten von den Zu⸗ hoͤrern pflegten ſelbſt ſich fuͤr den Zwang der


