Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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ſetzte. Sie fragte beilaͤufig, ob ſie dann wohl ſo vornehm ſeyn wuͤrde, als die Frau Buͤrger⸗ meiſterin, und als ſie die Verſicherung erhielt, ihre Hoffnung ſolle weit uͤbertroffen werden, brach ſie aus in die Verſicherungen unbegraͤnzter Dankbarkeit, und horchte mit Begier auf die Unterweiſung, welche ihr Beſchutzer fuͤr noͤthig hielt, ihr zu ertheilen.

An einem ſchoͤnen Sommerabende fuhren in einer Provinzialſtadt, der einzigen ertraglichen auf funfzehn Meilen in der Runde, vor den Gaſt⸗ hof, welchen man den beſten nannte, weil die andern nur Branntweinſchenken waren und Fuhrmannsherbergen, drei Reiſewagen mit ſechs und fuͤnf Pferden beſpannt. Der erſte, ein um⸗ fangreiches Gebaͤude, ruhte auf dumpfrollenden Raͤdern(ein deutlich Anzeichen der Wichtigkeit des Beſitzers); er war geſchmuͤckt mit Hermelin umgebenen Wappenſchildern, und aus ihm ſtieg eine verſchleierte Dame mit einem wohlgekleide⸗ ten Mann, der ſich Herr Hofrath tituliren ließ, von dem Kutſchbock aber ein goldbeblechter Mohr. Der zweite Wagen war angefuͤllt mit Dienern und Dienerinnen, im Gefolge einer Frau vom Stande unentbehrlich, im dritten jedoch befand