Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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auf der andern Seite, und ſie vernahmen das leiſe Gebot, welches, wie es ſchien, er ihnen er⸗ theilte. Drauf ging er vorwaͤrts dem Gefaͤng⸗ niſſe zu, wo das Gebuͤſch eine lang verſchloſſene Pforte, zum Kirchhofe fuͤhrend, verbarg; er ver⸗ ſchwand unter demſelben, aber im naͤmlichen Augenblicke wendeten die Geiſter alle das Haupt und ſchauten aus hohlen Augen, wie in ſtiller Erwartung, unverruckt auf Beaten.

Schrecklicher als das wuͤſte Getuͤmmel in jenen Naͤchten war ihr dieſe Stille, als Eſaias Toben und des Mohren Hohngelaͤchter dies ſtumme Anſtarren, als Ingrimm und wuͤthende Beſchuldigung der Todten ſeltſame Neugier; ſie fuͤhlte, es ſey ein Augenblick raͤthſelhafter Ent⸗ ſcheidung gekommen, und hielt ein Auge angſt⸗ haft auf den Kirchhof gerichtet, das andere aber auf die ſeitwaͤrts befindliche Thuͤr ihres Zimmers.

Da that dieſe ſich auf, und herein trat ein junger Mann in modiſcher Tracht und kuͤndigte be⸗ grußend ſich an als den erwarteten Defenſor. Die Gefangene empfand bei dieſer Anrede eine Art von Mißmuth, denn es war nicht der Vertheidiger, deſſen Erſcheinen ſie ſich in dieſem Augenblick