Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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Grab, als boten ſie deſſen Bewohner den ſtil⸗ len Willkommen.

Es fehlte keiner der naͤchtlichen Gaͤſte, auch Eſaias Goldenbaum war unter ihnen, auch er hatte ſich hervorgemacht unter ſeinem prunkvol⸗ len Mauſoleum, aber er ſchien heut ein muͤßi⸗ ger, verdroſſener Zuſchauer, und auch der Mohr ſtand unthaͤtig und mit verdroſſener Miene von fern.

Da wuchs Beatens peinlich Gefuͤhl; her⸗ ausgetreten aus der Menſchheit, der Geiſterwelt verfallen, ſah ſie ſich gemieden von Beiden; ihre Eitelkeit ertrug auch ſolche Vernachlaͤſſigung nur mit einer Art von Widerwillen, und in Laute gekleidet, entfloh ein frevelhafter Wunſch ihren Lippen. Und gleich darauf ſchritt es durch die Luͤcken der Kirchhofmauer vorwaͤrts nach dem Kerkergebaͤude, und vor dem Erſcheinenden zerſtaͤubte ein Theil der bleichen Geſtalten, ein anderer neigte ſich mit ehrerbietigem Gruße. Beate aber erkannte des Oſtindienfahrers graͤu⸗ liche Geſtalt. Im weitem Umkreiſe glitt ſie an dem Grabe des Juͤngſtverſtorbenen voruͤber, das die Geflohenen gleich einem Schutzort umgaben, und trat zu den finſtern, draͤuenden Geſpenſtern