Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

49

„und unſere Rechte Dich halten“— drohten die Maͤnner.—

„Stell mer ſe um und um“— zeterte des Wucherers Geſpenſt—„loß mer ſe nich vor⸗ waͤrts enen Schritt un kenen Schritt ruckwaͤrts, is ſe doch unſere Gefangene uͤf Ewigkait, un wenn aach's Gericht ſe laͤßt laus, mer laſſe ſe nimmer.“—„Herbei, ihr Diener der ewigen Gerechtigkeit, thut eure Pflicht!“ donnerte der Neger.— Und es quoll herein zu dem Fenſter, und umringte in wildem Gewimmel die Ver⸗ lorne; mit Entſetzen wandte ſie ſich ab von den Geſtalten, die einſt liebend auf ſie geblickt hat⸗ ten und nun auf ſie ſchauten mit ſchmerzlichem Vorwurf; ſie wandte ſich und fuhr ſchaudernd zuruͤck vor der Wuth, die ſie anfunkelte aus der Feinde flammenden Augen, wie gluͤhende Pfeil⸗ ſpitzen trafen alle Blicke ihre Bruſt, und doch erſtarrte ihr Herz vor dem kalten Odem des Grabes, der eiſig ihr um Stirn und Wangen wehte.

„Schauet ſe“— jauchzte im hoͤlliſchen Triumph der Verworfene der zitternden Verworfe⸗ nen zu—„ſchauet ſe, wie gefaͤllt er dos? Nuͤ,

ſo werd es gaihn en Tog un olle Toge in de II. 4