Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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Phantaſie, ruhig blieb der Tod unter dem Ra⸗ ſen, das Leben aber bewegte ſich in mannigfa⸗ cher Form. Eiligen Ganges und mit wechſeln⸗ dem Geſpraͤch wandelten in der Sonntagsfruͤhe die Kirchgaͤnger auf den Fußſtegen ihrem Ziele zu, ſchoͤn geputzte Frauen, deren Anzug die Ein⸗ ſame nach alter Gewohnheit muſterte, anſehn⸗ liche Maͤnner und wohlgebildete Juͤnglinge, ih⸗ rer Beachtung ebenfalls nicht unwerth; ſogar gruͤßte hier und da Einer hinauf nach dem Fen⸗ ſter, hinter deſſen Gitter ſich der Gegenſtand all⸗ gemeiner Aufmerkſamkeit zeigte. Ueber die Mauer hinaus lag die Landſchaft in dem bunten Far⸗ benſchimmer des Herbſtes, das Horn des Hirten toͤnte auf der Flur, das Raſſeln der Frachtwa⸗ gen von der Kunſtſtraße, und hinter und neben ihr aus der Stadt das Geraͤuſch des Verkehrs. Das war Erquickung fuͤr die Erquickung Beduͤrftige, dieſer Balſam ſagte der Beſchaffen⸗ heit ihrer Seelenwunden zu, begierig ſchluͤrfte ihr Gemuͤth das Opiat ein, und entfloh dem, was es nur als fluͤchtige Traͤume zu erkennen meinte, zu andern Traͤumen, durch die Gewohn⸗ heit ihm zu eigen geworden. Die Welt war noch, die ſie fruͤher geweſen, noch bot ſie ihr