Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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tung und dreiſt trat er zu dem Mohren heran mit vertraulichem Gruß, den dieſer auch nickend vergalt. Und noch einmal nickte der Schwarze, da richtete Jener die ſtechenden Augen auf das Fenſter und hob gegen daſſelbe die duͤrre, zit⸗ ternde Fauſt.

Auch Beatens ehernen Sinn hatte das Ueber⸗ maaß des Entſetzens zermalmt, ihr Muth, wel⸗ cher nicht erlegen war vor ſo manchem erſchuͤt⸗ ternden Anblick, vor ſo mancher ſtummen An⸗ klage, erlag dem Anblick des ſchon im Leben Gefuͤrchteten, der nun vor ſie trat mit dem In⸗ grimm der Unterwelt. Aufſchreiend wankte ſie einige Schritte zuruͤck, ſo in dem Maaße, als ſie ſich vom Fenſter entfernte, ſchien ſich der Boden draußen zu heben, und als ſie gefluͤch⸗ tet war in die entfernteſte Ecke, lag vor ihr die Flaͤche des Kirchhofs wie vorher, mit den dun⸗ keln, ſchwankenden Geſtalten, und es wogte ge⸗ gen die vergitterte Oeffnung, als wollte die Geiſterwelt, aus ihren Schranken tretend, hinein⸗ wogen in das enge Kerkergemach.

Vorn aber, ganz vorn uͤber die Bruͤſtung des Fenſters, legte Eſaias ſich herein, weit in das Zimmer ſtreckte ſich auf langem duͤnnen