Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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Leid zu klagen. Der Mann aber hoͤrte nicht auf ſie, mit leiſer ſchonender Geberde entfernte er die Einen, die Andern ſtieß er zornig zuruͤck, dann trat er vor das Fenſter des Kerkers, ſtarrte hinauf mit finſterm Blicke, zog einen Ring vom Finger und warf ihn mit wuͤthender Geberde zu Boden. Beate ſeufzte nicht wieder, noch richtete ſie das Haupt abwaͤrts, mit dem Blicke des Haſſes begegnete die Lebende dem Rache fordernden Blicke des Todten.

Und immer zahlreicher wurden die Geſtalten, und immer naͤher traten ſie der Mauer des Ge⸗ faͤngnißhauſes; viele waren unter ihnen in ver⸗ ſchiedener Kleidung, von jedem Alter und Ge⸗ ſchlecht, der Jungen aber mehr denn der Alten. Einige, ruͤſtigen Anſehens und frechen Blicks, ſchwangen Kraͤnze, aus Roſen geflochten wie es ſchien, aber das Geflecht zerriß in ihrer Hand, die Bluͤthen wurden zu Todtenblumen und fielen herab, die Kraͤnze aber waren nur Dornengeſtripp und ſie ſchuͤttelten es mit dro⸗ hender Miene gegen Beaten. Andere, im Ge⸗ wande der Duͤrftigkeit, hielten den Sammel⸗ korb in den Haͤnden oder den Brodſack des Bettlers, und griffen hinein und hoben den In⸗

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