Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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verdichtet durch die Vergeſſenheit, von manchem fruͤhern Vorgange; mancher Leichnam wurde wieder an das Tageslicht hervorgezogen von der Stelle, wo er geduldiger als jener Mohr, der Poſaune des Weltgerichtes wartete; der ſtumme Mund der Todten ergaͤnzte der Lebendigen ſchwankende und unvollkommene Ausſage, und ſo bildete ſich bald ein Ganzes, uͤberzeugend ge⸗ nug, um die Thäterin dem Blutgericht zu uͤber⸗ antworten, empoͤrend genug, um deſſen Bei⸗ ſitzer, um die Welt ungewiß zu laſſen, ob im Bereich menſchlicher Gerechtigkeit ſich eine Strafe befaͤnde, ſolchem Frevel angemeſſen. Doch fehlte noch das Entſcheidende, Beatens eigenes Ge⸗ ſtaͤndniß. Ihre Zunge, geuͤbt im Dienſte des Truges, verſagte ſich der Wahrheit, und ihr Stolz, dem ſie ſo viele Opfer gebracht, weigerte ſich, auf die Frucht derſelben zu verzichten. Fort und fort floß ihr Mund uͤber von gottſeliger Ermahnung, alſo daß man nicht eine Miſſe⸗ thaͤterin zu vernehmen glaubte, ſondern einen predigenden Daniel in der Loͤwengrube; die Magiſtratsperſonen jener Stadt aber waren min⸗ der lenkſamer Sinnesart als Darius der Meder. Oft hoͤrte man ihre ſanfte Klage uber die Uebel,