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zweifle, ob dieſe Reichthuͤmer noch auf dieſer Welt ſeyen, wenn ſie es irgend jemals geweſen; waͤre dies aber der Fall, ſo ſind ſie nirgend an⸗ ders zu finden, als in den Haͤnden des treuen und wuͤrdigen Dieners ſeines Herrn, dieſes nichts⸗ wuͤrdigen Mohren. Eure Weisheit, Herr Se⸗ nator, hat die Wahrheit bereits von ſelbſt ent⸗ deckt, und ich hoffe von Eurer Gerechtigkeit, daß dem Unſchuldigen wie dem Schuldigen werde, was ihm gebuͤhrt.“—
„Zweifelt nicht daran, ungluͤckliche Frau,“ antwortete der Beamte mit erſtickter Stimme und bleichen Wangen, indem ſeine Hand her⸗ abſank mit den Blaͤttern, die ſie hielt. Denn dieſe Blätter hatte er ſowohl als ſein Gehuͤlfe, der ihm uͤber die Schulter ſah, froh uber die Ausſicht, der Muhme und Goͤnnerin vielleicht doch einen angenehmen Bericht abſtatten zu koͤnnen, Beide hatten dieſe Blaͤtter, trotz vieler Abkuͤrzungen und geheimnißvoller Zeichen, als das erkannt, was ſie waren, als ein Tagebuch ſeltſamer, furchtbarer Gattung⸗
„Euer Begehren iſt billig,“ ſetzte er mit eintoͤnigem Nachdruck hinzu;„dieſer Mohr iſt ein Gefangener, unſer Geſchaͤft aber iſt voll⸗
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