Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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ſie ſey ihm verpfaͤndet. So furchtbar auch dieſe Ueberzeugung ſeyn mochte, ſo wich ſie doch Er⸗ waͤgungen anderer Art. Der Schimpf, in ihrer wahren Geſtalt dazuſtehen vor ſo vielen Zeugen, vor den Augen einer ſo lange getaͤuſchten Stadt, duͤnkte der Heuchlerin das naͤhere, dringendere Ungemach, ſie wollte um jeden Preis es von ſich zuruͤckſtoßen, um jeden Preis ihre Larve feſthalten, trotz dem Beſtreben der Menſchen und Daͤmonen, ſie ihr zu entreißen.

Was auch, ſprach ſie, nachdem die Aerzte ihr Urtheil uͤber das Gefundene gefaͤllt hatten, mit anſcheinender Faſſung,was auch der In⸗ halt dieſes Behaͤltniſſes ſeyn mag, er iſt mir unbekannt, wie ſeine Thuͤr, vielleicht ſeit Jahr⸗ hunderten verſchloſſen, es mir war, bis der toͤl⸗ pelhafte Uebermuth dieſes Sklaven entdeckte, was freilich auf die Spur einer Miſſethat leiten mag, doch nicht der meinen. Man hat indeß nicht gefunden, was man ſuchte, die getraͤumten Schaͤtze jenes Abentheurers. Wenn denn, fuhr ſie ſpoͤttiſch fort,wenn die erleuchtete Ju⸗ ſtiz guͤtig genug iſt, einer Frau nicht die Kraͤfte eines Markthelfers zuzutrauen, ſo meine ich, aller Beſchuldigung los und ledig zu ſeyn. Ich

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