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tung entſproſſen; dieſe Ueberzeugung gewaͤhrte der troſtbeduͤrftigen Wittwe eine Art von Be⸗ ruhigung, aber lange ſollte ſie ſich derſelben nicht uͤberlaſſen und auch nicht ihrem phyſio⸗ gnomiſchen Forſchen.
Ohne Haͤrte zwar, doch mit minder gefaͤlli⸗ gem Tone als fruͤher und in kurzen Worten theilte ihr der vornehmſte Beamte das Ergebniß der gerichtlichen Handlung mit und ſchwieg
dann, ihre Antwort erwartend. Frau Bilſen
zögerte einige Zeit mit derſelben, es begann in ihrer Seele zu daͤmmern, ſie gewahrte den Fa⸗ den, welchen der Feind argliſtig aus Trug und Wahrheit gewoben, und ſtrebte ihn bis zum muthmaßlichen Ziele zu verfolgen, in tiefes Nachdenken ſinkend, das jedoch die obrigkeitliche Perſon alsbald unterbrach, mit einer ernſten Auf⸗ forderung, zu antworten.— Da rief ſie klagend: „Und was kann ich antworten? Was anders, als daß es ein bejammernswerthes Ungluͤck iſt, das mich betroffen und mein einſames ehrbares Wittwenhaus. Niemals iſt das Uebel uber ſeine Schwelle gekommen, ehe jener Elende ſie be⸗ trat, der dieſen Wohnplatz ſtillen Friedens, meine Gaſtfreundſchaft mißbrauchend, erwaͤhlte, um


