Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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Frau Bilſen hatte mit verwunderter aber nicht ungefaͤlliger Aufmerkſamkeit das unge⸗ meine Trinkvermoͤgen ihres Gaſtes beobachtet; darin weder noch in der Eßluſt gleichen Schritt mit ihm haltend, war ihre Mahlzeit laͤngſt be⸗ endigt, und ſie begnuͤgte ſich, mit Meſſer und Gabel ſpielend, der Emſigkeit zuzuſchauen, mit welcher der Andere den Inhalt der Schuͤſſeln und Flaſchen verſchwinden ließ, ſo daß beinahe zu fuͤrchten ſtand, die reichliche Lieferung des franzoͤſiſchen Kochs werde ſolch gaſtronomiſchem Helden nicht genuͤgen. Allmaͤhlig aber verdun⸗ kelte ſich ihr Antlitz und ihr Blick wandte ſich unſtaͤt und verlegen hin und her, wahrſcheinlich in der Furcht, ihre Gabe werde dem Ungenuͤg⸗ ſamen ſchaden, und in der Scheu, als Wirthin ſolche Beſorgniß kund zu thun. Nach und nach fand jedoch ihr Auge einen Ruhepunkt, es war das Antlitz des Eſſenden, nicht beſonders ver⸗ lieblicht durch die Gier, die aus demſelben ſprach, und die niemals anmuthigen Bewegungen, her⸗ vorgebracht durch das Geſchaͤft des Kauens. Sie ließ nicht mehr ab vom Anſchauen und ſprach endlich mit ſchwankender, aͤngſtlicher Stimme: Ihr wechſelt die Farbe ſo haͤufig, ſehr werther

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