mit freundlichem Laͤcheln und verbindlichem An⸗ ſtande den Fremden zu ſeinem Platze.
„Consommé à la Cardinale,“ ſprach der Kenner, nachdem er den erſten Loͤffel Suppe pruͤfend geſchluͤrft, die folgenden aber mit uner⸗ hoͤrter Schnelligkeit hinabgeſchluckt hatte.„Nicht uͤbel fuͤr ein franzoͤſiſches Gebraͤu, ob ich ſchon die hollaͤndiſche Kuͤche vorziehe. Um aber auf unſere Angelegenheiten zu kommen; gedenkt wohl die werthe Frau Wittwe Bilſen morgen mit denſelben in's Reine zu kommen?“—
„Gefaͤllt es Euch nicht, ein Glas Wein zu trinken?“ fragte dieſe ſtatt der Antwort;„das Sprichwort ſagt, ein ſolches nach der Suppe, bringe den Arzt um ſeine Speſen.“—
„Portwein;“ entſchied dieſer ohne Cerimonie. „Nicht auch gefaͤllig?“ Als die Maͤßige aber ablehnend ihr Glas mit leichtem Moſeler fuͤllte, dieſen noch mit Waſſer verduͤnnend, lag er ihr nicht weiter an und Zug auf Zug war der Inhalt der Flaſche verſchwunden. Das letzte Glas in die Hoͤhe und gegen das Licht haltend, gab er folgendergeſtalt ſeinen Beifall zu erken⸗ nen.„Ein kraͤftiger Trank. Ich habe gern, was aus Portugal kommt, den blutrothen Wein und


