Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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Gaͤſte bekommen. Ich bin zwar nicht gewohnt, Herberge zu halten fur Solche, ſo weit ſie auch

hergekommen ſeyn moͤgen, doch bewegen mich

einige Urſachen, ſie heut und morgen zu behal⸗ ten; richte Dich demnach darauf ein, aber Alles ſchlecht und recht; iſt doch der Fremde, wie ich meine und aus ſeinem Begehren an mich ge⸗ urtheilt, nicht viel mehr oder weniger als ein Bettler.“——

Jungfer Urſula hatte die erſten Worte mit beifaͤlligem Kopfnicken angehoͤrt, bei den letzten aber brach ſie, beide Arme in die Seite ſtem⸗ mend, in ein kreiſchendes Lachen aus, rufend: „Ein Bettler waͤre der? Wollte Gott, in un⸗ ſerer Stadt, ja in der Reſidenz ſelber, wo ich lange Jahre conditionirt habe, waren lauter ſolche Bettler, dann moͤchte ich dort eine Reiche ſeyn. Der Mohr, denke ſich die geſtrenge Frau, der Mohr— im Vorbeigehen geſagt, iſt er, ob ich mich gleich Anfangs vor ihm gefurchtet, doch im Ganzen eine recht huͤbſche Mannsperſon, das ſchwarze Geſicht ausgenommen— ja der Mohr, wollt ich ſagen, hat eine ſchwere Geld⸗ katze um den Leib, und er hat ſie mir gezeigt, denn er iſt auch ein recht artiger Menſch fuͤr

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