Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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iſt unſer Thun, und unſer Wollen iſt frei, ſind wir nicht darum uns ſelbſt verantwortlich fuͤr Beide? Doch wohlan, laſſet uns gemeinſchaft⸗ lich durch die feierlichſten Schwuͤre——“ „Gemach, mein werther Herr, gemach!“ unterbrach ihn Frau Beate wiederum laͤchelnd. „Solche Schwuͤre ſtehen ſchon ſeit der Heiden⸗ zeit in argem Verruf. Laſſet uns aber uͤber ſo Wichtiges ein ernſtes Wort wechſeln,“— fuͤgte ſie bei, eine dazu geeignete Sprache und Hal⸗ tung annehmend.„Nicht gleich iſt in ſolchem Verhaͤltniſſe die Stellung des Mannes und der Frau. Leicht vergiebt die Welt Eurem Ge⸗ ſchlechte den Treubruch, ja ich habe ſogar ver⸗ nommen, daß man in der hoͤhern Welt ihn nicht nur gar gelinde tadle, ſondern ihn wohl gar belobe oder wenigſtens belache als die Heldenthat eines Mannes von gutem Ton, der Thoͤrin aber, die das Opfer derſelben geworden, fault das entwuͤrdigende Mitleid Eures Geſchlech⸗ tes und der Frauen Verachtung und Hohn⸗ Wehe dann ihr, wenn ſie nicht eine eherne Stirn hat und ein umpanzertes Herz, denn wenn druͤ⸗ ben gelacht wird, iſt das Weinen ihr Theil,

wenn druͤben eine fluͤchtige Reue bald unter⸗