Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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recht mit frohem Herzen, wie der junge Schrei⸗ ber zum Beiſpiel, welcher zweimal woͤchentlich kommt, um die frommen Betrachtungen zu holen, deren Abſchrift Ihr ihm aufgetragen, und ſo reichlich bezahlt zur Unterſtuͤtzung des erblin⸗ deten Vaters.“—

„War er auch da?“ erkundigte Frau Bilſen ſich nachlaͤſſig.„Er pflegt doch ſonſt am Sonn⸗ tagmorgen zu kommen.“—

„Freilich“, verſicherte das Maͤdchen,„o der iſt gar puͤnktlich— freilich war er da, und hat ſich einſtweilen in mein Stuͤblein geſetzt, denn wie er ſagt, hat er nothwendig zu ſprechen mit der geſtrengen Frau, etlicher Worte wegen, die undeutlich geſchrieben.“—„In Deiner Stube?“ fragte die Gebieterin,„Du ſcheinſt ja recht viel Theil zu nehmen an dem jungen Burſchen? Ich will hoffen, daß kein Arg dabei ſey; mein Haus iſt kein Ort fuͤr Liebeshaͤndel, und ſo ich dergleichen verſpuͤrte, wuͤrde er es zum letzten Male betreten haben.“—

Halb empfindlich, halb betreten und mit ei⸗ ner feinen Roͤthe auf den blaſſen Wangen, ant⸗ wortete Johanna:„Wie mag die geſtrenge Frau auch ſo ſchlimm denken von mir? Bin ich doch