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umgeben von einer ſeltenen Fuͤlle dunkelbraunen, langlockigen, ſeidenweichen Haares; ſie trug eine weibliche Putzarbeit in der Hand, als wolle ſie ſelbige der gebietenden Frau zur Pruͤfung vor⸗ legen. Eine ſolche fand auch ſogleich Statt und fiel beftiedigend aus, denn die fleißige und ge⸗ ſchickte Arbeiterin wurde gelobt und ihre farb⸗ loſe Wange liebkoſend geſtreichelt.„War Je⸗ mand da?“— fragte Frau Beate drauf, mit einem Tone, als lege ſie mehr Wichtigkeit auf die Antwort, als man nach der Weiſe voraus⸗ ſetzen konnte, in welcher ſie den etwanigen Be⸗ ſucher entfernt gehalten hatte.
„Wohl iſt mehr denn Einer gekommen“, verſetzte das Maͤdchen mit wohllautender, aber etwas ſchwacher Stimme:„Zuerſt der Herr Se⸗ nator Werzelius.“—„Und was ſagte er, als er mich nicht daheim traf?“ fragte die Wittwe abermals.
„Als ich ihm nach Eurem Willen bedeutete“, war die Antwort,„die geſtrenge Frau ſey aus⸗ waͤrts, ob Ihr gleich ſchon zuruͤckgekommen, und wis ich glaubte, Ihr ſeyet, wie Ihr pflegt, nach dem Gottesdienſte noch gegangen, irgend ein chriſtlich Liebeswerk zu verrichten, da lobte er


