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wer ſagt Euch denn, meine Frau Buͤrgermei⸗ ſterin, daß ich eines ſolchen Rockes begehre?“—
Die Gemahlin des Conſuls nahm dieſe an⸗ ſcheinende Geringſchaͤtzung ſenatoriſchen Ranges nicht allzu wohl auf und verſetzte empfindlich: „Die ganze Stadt ſagt es, Frau Beate Bilſen. Wenn Ihr aber ſelbſt es laͤugnet, ſo kann wohl ſeyn, daß ſie irre. Freilich kann ein Mitglied des hochpreislichen Rathes Anſpruch machen auf jegliche Parthie, auch iſt es nicht ganz gebraͤuch⸗ lich, daß ein ſolches ſich eine Gemahlin ſuche in den zweiten und dritten Geſchlechtern, indeß ein Jeder hat ſeinen Geſchmack. Dem Einen behagt anſehnliche Herkunft und Geld und Gut, dem Andern ein feines Aeußere. Ich will da⸗ mit nicht ſagen— fuhr ſie etwas einlenkend fort— daß Euer Vater ſeliger, der Gildemei⸗ ſter, nicht ein recht achtbarer Mann geweſen in ſeiner Art, auch hat, wie man ſpricht, Euer Ehegatte Euch ein ziemlich Vermoͤgen hinter⸗ laſſen, und was das Aeußere anbelangt, nun wahrhaftigen Gott, die Frau Gevatterin ſtellt, obſchon nicht ſo ganz jung mehr, noch eine recht angenehme Perſon vor, weiß und roth von Ant⸗ litz wie Milch und Blut.— Ihr brauchet dar⸗


