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Geſicht der ſchoͤngeiſtigen Dame zog ſich ein wenig in Falten, beim Beginn dieſer Ant⸗ wort, welche einen Tadel einer Neigung zu er⸗ kennen gab, die Frauen von gutem Ton, oder die es ſeyn wollten, in jener Zeit vorzuͤglich gern zur Schau getragen haben ſollen; das Koͤrnlein Weihrauch aber, welches der Beſchluß dem Herrn Gemahl ſpendete, beſaͤnftigte ſie ſtracks und ſie entgegnete mit großer Leut⸗ ſeligkeit:
„Allerdings mag ſich gluͤcklich preiſen, wer unſere gute Stadt bewohnt, wo Alles ſo fein ruhig bleibt, waͤhrend es nah und fern bunt uͤber Eck geht; aber ich ſollte meinen, eben eine junge Wittwe ſollte ſich dennoch nach einem be⸗
ſonderen Schutz umſehen. Mir daͤucht,“ fuhr ſie laͤchelnd fort:„mir daͤucht, ich habe ſo ein
Voͤgelchen pfeifen hoͤren. Wie iſt es denn, wer⸗ den wir bald das Vergnuͤgen haben, die Frau Gevatterin in der Emporkirche des wohlweiſen Senates zu ſehen?“—
Die Befragte ſchlug ſittig die Augen nieder und fluſterte:„Wer koͤnnte mir auch meinen Seligen erſetzen? Denn alſo nehme ich der hoch⸗ achtbaren Frau Buͤrgermeiſterin ſcherzhafte Frage.“


