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Als ich eines Abends, da unſer vorgenom⸗ mener Spaziergang durch den drohenden Ans ſchein det Wolken verhindert ward, bei meinem
Horaz ſaß, und er, wie er es nur zu oft zu thun
pflegte, anſtatt ſein Gemuͤth durch Leſen oder Schreiben zu beſchaͤfftigen, im Zimmer auf und abging, bemerkte ich, daß er ſich plotzlich zum Fenſter kehrte, welches in einen großen Garten hinter dem Haus ging. Kurz darauf hoͤrt' ich ihn ausrufen:„Himmel! welch ein Engel!“ Dennoch fuhr ich fort zu leſen; denn da ich ſeine
Leidenſchaft fur Kinder kannte, und ein ſehr lieb⸗
liches Kind im Hauſe geſehn hatte, machte ich den Schluß, dies ſüße e ſpiele— im Garten. bn Wie ſchoͤn! Wn nn und„ nach ihr!“ rief er von neuem. „Jetzt nicht, lieber Lord! denn ich habe ſie geſehn, und ſie iſt wirklich recht artig.“
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