Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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ten Schaͤtzein nahmt. Furwahr kein uͤbles 2 Weib, und wenn nicht Eunigunde mein gan

zes Herz beſaͤße, wer weiß/ ob nicht dann auch ich verſuchen wuͤrde, die Gunſt Eurer Schoͤnen zu erlangen. Eure Liebe zu der ſchoͤnen Freiftau, ent⸗ gegnete Victorin, laͤßt mich ruhig bleiben, denn ſonſt muͤßte ich doch furchten, daß Eure Bewerbungen mich in den Hintergrund draͤn⸗

gen mochten, obgleich ich uͤberzeugt zu ſeyn.

glaube, daß Adelheid mir mit guner Seele zu eigen iſt.

Wo lerntet Ihr denn dieſe Adelheid ten⸗

nen? fragte Adelbert unbefangen und arglos.

Obgleich ich ſonſt nicht gern t ſchwatze, erwiederte Victorin,ſo will ich doch Euch Alles erzählen. Da ich mich in Worms auf Kundſchaft befand, und als rei⸗ cher Junker aus Heſſen in einer der vornehm⸗

ſten Herbergen eingekehrt war, ſh ich ins