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Sie frug nicht. Ich glaube, ſie hatte ſchon längſt das Ge⸗ heimniß dieſes Mädchenherzens durchſchaut.
„Wir haben genug von Deinem Geſchwätz, mein Junge,“ ſagte ſie dann.„Nelly, Du weißt, daß uns Miß Vane um drei Uhr abholen will, und Dein Zug, lieber Plantagenet, geht ſogar ſchon früher ab. Ich ſehne mich danach, aus dieſem Orte heraus zu kommen, der uns nur Unglück gebracht hat——“
„Nun, die Vanes halte ich gerade für kein Unglück,“ unterbrach ſie der Sohn.
„Ach, die Vanes!“ erwiederte die Mutter, und ein helles Lächeln überflog ihr Geſicht.„Komm, Nelly,“ ſagte ſie darauf freundlich.„Ich hoffe, das Kloſterleben wird uns die Grillen ſchon vertreiben.“
Plantagenet dachte ein Weilchen über dieſe Worte nach, als er jetzt die Beiden mit einander allein ließ und fortging, um zu packen. Gewiß ſprach ſich nun Nelly offner gegen die geliebte Mutter aus als gegen ihn, den
Bruder. Aber der kluge Junge hatte das Schweſterchen bereits durchſchaut und er war feſt überzeugt, ſie würde Molyneuy nicht wieder zu Gnaden aufnehmen und— ja, was würde wol weiter geſchehen? In dieſem Augen⸗ blicke begegnete er John Vane, denſelben, den er in Ge⸗ danken hatte und den er mit dem ganzen Enthuſiasmus
eines edlen Herzens aufrichtig verehrte. Plaudernde 12*


