Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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daran, jetzt auf eine Weile den vielen theilnehmenden Beſuchern zu entgehen, die ſie mit tauſend Fragen be⸗ ſtürmen würden, und vom Hauſe fortzubleiben, bis Inno⸗ cenzia's Prozeß in dem Gedächtniß der Menſchen etwas verblaßt ſein würde. Auch hatte Mrs. Eaſtwood's Ge⸗ ſundheit unter den vielen Sorgen und Nachtwachen be⸗ deutend gelitten; und Nelly's bleiches Geſicht ſowie die dunklen Schatten unter ihren Augen zu ſehen mit jenem träumeriſchen Blick, der ſie Innocenzia ſo ähnlich machte, das war genug, um Plantagenet in ſeiner Meinung zu beſtärken, daß ſie„etwas auf dem Herzen“ habe. Sie fuhr heftig zuſammen, als der Bruder die erwähnte Frage an ſie richtete. Sie hatte Ernſt's Namen, ſeit ſie nach Sterrington gekommen, nicht wieder erwähnt, und in der Sorge um Innocenzia hatte ſelbſt die Mutter nicht ein einziges Mal mit ihr über ihn geſprochen. Und die ganze Sachlage den Ihrigen zu erklären, die eingetretene Veränderung in ihren äußeren wie in ihren Herzensangelegenheiten auseinanderzuſetzen, das fiel Nelly ſehr ſchwer, und deshalb waren ihre Wangen ſo bleich. Das Kapitel ihrer erſten Liebe mußte geſchloſſen werden, und ſie ſollte das öffentlich bekennen. Aber die Angſt vor dieſem Geſtändniß, die Laſt des Geheimniſſes, die ſie trug, drückte ſie ſo nieder, daß ſie faſt krank wurde.

„Ernſt?“ ſagte ſie mit heißem Erröthen— und