Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Familie!“ Beinahe hätte er auch geweint, wenn auch aus anderen Gründen als der Jüngling. Er hatte bis zu dieſem Augenblicke nicht an ſich ſelbſt, nicht an Nelly gedacht. Aber treu und unermüdlich war er bei ihr ge⸗ blieben, wenn ſelbſt die Mutter ſie hatte verlaſſen müſſen, er war ihr Bruder, ihre Stütze, ihr Beiſtand geweſen, er— und nicht jener Andere; und ſollte nun dieſer An⸗ dere kommen und ernten, wo er nicht geſäet, die Freude theilen, wo er das Leid geflohen? Ein ſchmerzlich bitteres Gefühl kämpfte in John's ehrlicher Seele mit tauſend an⸗ deren Empfindungen. Bis jetzt hatten ſie Alle nur das eine Gefühl gekannt: die Angſt und Sorge um Inno⸗ cenzia. Sie war gerettet, aber ſtatt daß nun allgemeine Freude alle Herzen erfüllt hätte, war ſofort wieder ein Jedes echt menſchlich zurückgekehrt in das Labyrinth der eigenen Noth und Sorge. Und gewiß das meiſte Recht dazu hatte der arme Plantagenet. Seine ganze Arbeit war vergeblich geweſen; er hatte Kraft und Zeit angewendet, und Andere, die nicht halb ſo viel gethan hatten, trugen nun den Preis davon. So waren ſeine Gefühle denen von John Vane ſehr nahe verwandt. Beide bezwangen ſich jedoch und ſprachen nur von dem Verhör und wie dasſelbe zu dem glücklichen Ende gelangt ſei. Aber Mann und Jüngling fühlten gemeinſam eine troſtloſe Oede in der Tiefe ihres Herzens.